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27. November, 14:00 bis 18:30 Uhr (Sonntag): Backtag für den Adventsmarkt weiter...

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Dem Verein "Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf e.V." sind neue Mitglieder jederzeit willkommen.

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Backhaus

Ein vom Hof Tamcke aus Dollern, Lkrs. STADE, im Mai 2000 transloziertes, ca. 140 Jahre altes Backhaus wurde im nahezu authentischen Zustand wieder hergerichtet. Nach der Grundsteinlegung im Sommer 2001, dem Richtfest im Herbst 2001 und der Einweihung im Sommer 2002 waren die Restaurationsarbeiten abgeschlossen. Fehlende Teile sind durch alte Materialien ergänzt worden, die aus bereits entsorgten bäuerlichen Gebäuden abgesammelt wurden. Das mit Tonpfannen versehene Backhaus ist ca. 14,00 m lang und 4,80 m breit und besteht aus zwei Teilen: dem Arbeitsraum mit hohen, mit Handformziegeln ausgemauerten Fachwerkwänden und dem mit einem Nurdach versehende Backofen dahinter. Im Arbeitsraum befindet sich die Backstube mit einem Vorraum für das Brotschieben, von dem aus der aufgebaute Steinofen beschickt wird. Für die ausgemauerten Fachwerkwände und den Steinofen wurde nur Lehm verwendet.

Backhaus innen

Unser Backhaus

Unser Lehmbackofen im Backhaus ist auf Sand und Feldsteinen gebettet. Die Backfläche besteht aus Ziegelsteinen, die Wölbung des Backraumes aus Ziegeln und Lehm und ist ca. 40 cm dick. Also genug Masse, um Wärme zu speichern. Unser Ofen hat ein Loch im hinteren Backraum, wo der Rauch beim Anheizen über einen liegenden Schornstein abgelenkt und weiter in den offenen Abzug geleitet wird. Der Ofen ist durch ein großes Nurdach geschützt. Im Lehmbackofen wird ungefähr ein halber Raummeter gespaltenes Holz geschichtet und ca. 4 Stunden abgebrannt. Der Rauch fällt aus dem Mund und zieht durch den Abzug ab. Die Holzscheite werden im vorderen Raum angezündet und dann nach hinten geschoben. Holz wird nachgelegt und später die Glut über die Backfläche gut verteilt. Nach Erreichen der Backtemperatur von ca. 230 ° Celsius wird die Glut mit einem Glutkratzer entfernt und um diesen Kratzer ein nasser Jutesack gewickelt, der Ofenboden wird damit ausgewischt. Ca. 100 Laibe Brote werden mit einem Brotschieber geschoben, und die Strahlungswärme backt in ca. einer Stunde das Backgut ab. Auch backen wir Butterkuchen, Apfelkuchen, Pizza und sogar Spanferkel. Früher haben die Backöfen keinen speziellen Rauchabzug gehabt und wurden dann auch als Rauchhaus zum Räuchern von Fleisch und Wurstwaren mitbenutzt. Nach dem Brot- und Kuchenbacken wurde früher häufig mit der Restwärme Obst (Äpfel, Birnen und Pflaumen) und Flachs getrocknet. Dann schob Mutter noch die klammen Kienfederbetten in den Ofen zum Aufwärmen. Und wir Gören hatten eine warme Höhle zum Spielen.